2004 begannen Herr Niedzwiecki (Sportwissenschaftler) und Frau Franz (Handballtrainerin) durch die Bewerbung einer Projektidee auch an der Theodor-Storm-GS mit dem Präventions – Sportprogramm (gefördert durch das QM Reuterplatz).
Wie auch an den anderen Grundschulen war der Bedarf an freizeitlicher sportlicher Betätigung riesengroß.
Die Schulleitung war anfangs skeptisch, aber wir erbaten ein wenig Zeit, um einen Weg zu gestalten und den Aufbau einer Schulmannschaft zu beginnen.
Die Trainingstage waren teilweise mit 25 Kindern überbelegt, so dass es chaotisch begann und wir Gruppen von Mädchen und Jungen organisieren mussten, aber nach einigen Wochen setzte Regelmäßigkeit ein.
Unser Ziel richtete sich stets danach, das Sozialverhalten zu verbessern, Respekt zu vermitteln, die Toleranz der Vielfältigkeit aller Migranten zu erarbeiten. So wurden die Trainingseinheiten oft zu Gesprächsrunden pädagogisch- psychologischer Arbeit und kleine Schritte der Verbesserung wurden sichtbar. Natürlich vollzogen sich Prozesse, die mit viel Akribic und nur durch Ausdauer erreichbar waren.
Wir vergaßen durch die Intensität unserer Arbeit oft die Gespräche mit der Schulleitung zu führen und erst in wichtigen Ergebnisrunden erkannten wir, dass wir nur konstruktiv sein können, wenn wir gemeinsam an einem Strick ziehen.
So führten wir bereits im ersten Jahr Turniere im Kiez mit anderen Schulen durch, begleiteten Kiezfeste, nahmen an Präventionsveranstaltungen teil und veranstalteten immer Sommer – und Ferienprogramme!
2006 war die Fußball – WM – ein besonderer Höhepunkt für die Kinder, da wir täglich in Berlin unterwegs waren und durch unvergessene Erlebnisse eine neue Motivation geboren wurde.
Im Laufe der Jahre wuchsen wir förmlich zusammen. Wir gewannen das Vertrauen von Seiten der Schulen, dem QM, der Eltern – die wir teilweise als Begleiter zu Veranstaltungen mit einbeziehen konnten. Das macht uns stark und ist für uns immer eine neue Herausforderung durchzuhalten und neue Kinder zu motivieren, sich dem Sport zu widmen.
Das ist Prävention!
Danke der immerwährenden Unterstützung der Schulleitung, Danke für das Vertrauen und die Offenheit, ohne die wir es nicht geschafft hätten, unsere Arbeit so gut zu gestalten.
M. Franz





